Sessenbacher Extrablatt 1-2013 - page 5

Uwe Schmidt, Dipl.-Ing. (FH) Architekt
Als wir vor etwa 15 Jahren an diesen schönen Flecken
zogen, war für uns das Gefühl, hier „gut aufgehoben
zu sein“ ausschlaggebend. Wir wurden immer wieder
von der unglaublichen Dynamik dieses eigentlich über-
schaubaren Ortes überrascht. Meine Frau und ich sind
lediglich Zugereiste, unser Sohn ist schon ein echter
„Säsemer“! Unsere private Bauaufgabe, der Sanierung
eines der ältesten Häuser Sessenbachs, ging einher mit
meiner beruflichen Aufgabe als Architekt. Bauen im Be-
stand, Sanierung, An- und Umbauten sowie auch der
Umgang mit behördlichen Verfahren sind seit fast 20
Jahren das, was mich sowohl beruflich, als auch privat
täglich beschäftigt. Die hierbei gesammelten Erfah-
rungen und insbesondere die Erkenntnis, dass jeder
Mensch, aber auch jede Gemeinde sich einen „Plan
von der Zukunft“ machen sollte, motivierte mich über
die letzten Jahre, die nunmehr schwerpunktmäßig ge-
förderte Dorferneuerung voranzutreiben. Die Vielfalt
der vor uns liegenden Aufgaben könnte nicht grösser
sein: Soziales, Landschaftspflege aber insbesondere die
bauliche Entwicklung werden uns künftig beschäftigen.
Allgemein gilt es, Schwächen zu überwinden und die
zahlreichen, im Rahmen der Moderationsarbeit auf-
gearbeiteten Potentiale weiter auszubauen. Sämtliche
im Dorferneuerungskonzept genannten Maßnahmen
sollen sich dabei gegenseitig unterstützen. Bevor man
allerdings loslegt, sollte man sich so früh, wie möglich
einen Überblick über Art und Umfang der anstehenden
(Bau-) Aufgabe verschaffen. Die Beratung durch den
Architekten ermöglicht eine genau auf die vorhande-
ne Gebäudesubstanz eingehende Bestandsanalyse.
Die energetische Bewertung, Modernisierungsempfeh-
lungen, das Aufzeigen von Chancen und Potentialen
verschiedener Umsetzungsvarianten und schließlich
Hinweise auf öffentliche Förderprogramme werden
Gegenstand des anstehenden Dialoges sein. Kreative
Ideen sollen nachhaltige, in Material und Form dem
Ort angemessene Lösungen hervorbringen. Ehrlichkeit,
Nachhaltigkeit und Authentizität sollen vor selbstver-
liebtem Design stehen. „Macht mit- lasst uns die Zu-
kunft gemeinsam gestalten!“- das war unser Motto
der Auftaktveranstaltung, jetzt hat Sessenbach beste
Voraussetzungen, dieses Motto in die Tat umzusetzen.
Ich hoffe, dass alles so weit passt. Für eventuelle Rück-
fragen stehe ich unter 0261-291768 42 oder unter ar-
zur Verfügung
Gruß Uwe
D i e < < A r c h i t e k t e n
Eine Angelegenheit, die uns sehr am „Herzen“ liegt!
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von Gerd Lang
Fernsicht genießen! --- So fing es damals an!
Mit einem Artikel im Kannenbäckerboten vom Mai
2008 wandte sich der Gemeinderat an die Hundehalter
und Hundeführer im Ort, Rücksicht auf die Mitbewoh-
ner und das dörfliche Erscheinungsbild zu nehmen und
die „Hinterlassenschaften“ ihrer Hunde zu beseitigen.
Man sollte nicht gesenkten Hauptes spazieren müs-
sen, um den „Tretminen“ auszuweichen. Die Wirkung
war anschließend mehr als nur überschaubar! Die zum
Selbstkostenpreis angebotenen Tüten wurden nicht
einmal angefragt und die Optik im Ortsbild hatte sich
auch nicht entscheidend geändert. Um nicht mit ord-
nungsamtlichen Verwarnungen Unfrieden im Ort zu
erzeugen, wurden Möglichkeiten diskutiert, wie die
Bereitschaft der Betroffenen stärker geweckt werden
könnte. Schnell war man bei der „Dog-Station“, der
Kombination aus Tütenspender und Abfallbehälter.
Damit eine ausreichende Akzeptanz erreicht werden
könne, müsste dieAufstellung flächendeckend erfolgen.
Die Idee dabei war, dass jeder Hundeführer möglichst
früh auf seinemWeg zwangsweise an einem der Tüten-
spender vorbeikommen müsste. Die hierfür notwendige
Investition belief sich nach Angeboten auf mehrere Tau-
send Euro. Angesichts der Ungewissheit, inwieweit das
Angebot angenommen würde, war der Gemeinderat
nicht bereit die Investition freizugeben. Dann setzte das
ein, was unseren Ort so stark macht – die Sessenbacher
Lösung! Es wurde in Eigenleistung ein Prototyp entwi-
ckelt, der in der Serienherstellung weiter optimiert wur-
de. In den Werkstätten von Bernd Gerz, Paul Kleudgen,
Sigi Freisberg und Günter Kohlenbeck entstanden und
entstehen die Produkte, die Sie alle inzwischen im Orts-
bild kennen. Die Produktionskosten belaufen sich dabei
auf ca. 25€/Stck. An dieser Stelle nochmals herzlichen
Dank an das „Herstellerteam“! Derzeit sind in und
um Sessenbach 8 Stationen installiert. An jedem Weg
aus der Ortsbebauung heraus sowie in der Ortsmitte
befindet sich jeweils eine Station. Damit haben wir in
Sessenbach die nach unserer Information bezogen auf
Einwohner und Ortsfläche höchste Versorgungsdichte
überhaupt! Urlauber und Gäste können sich an Hand
des Lageplans am Ortseingang über die Positionierung
der Tütenspender informieren. Kein Hundeführer hat
also mehr das Argument, einen Tütenspender nicht
erreichen zu können. Hierbei möchten wir aber noch
einmal darauf hinweisen, dass die Beseitigung des Hun-
dekots alleinig in der Verantwortung des Hundeführers
liegt. Das Engagement der Gemeinde ist „nur“ eine
freiwillige Serviceleistung. Entgegen der Befürchtungen
wurde das Angebot schnell und gut angenommen. Der
optische Eindruck hat sich deutlich verbessert, wenn
auch phasenweise bei einigen Hundeführern wieder
der Schlendrian eingezogen zu sein scheint. Helfen
Sie mit, mit gutem Beispiel voranzugehen und so die
„Wegräummüden“ wieder in Zugzwang zu bringen!
Leider haben wir auch einige notorische Ignoranten
im Ort. Insbesondere ist der diesbezügliche Zustand
der verlängerten Gartenstraße zum Gemeindewald
hin nur als grauenhaft zu bezeichnen - und dass im
Blickkontakt zum nächsten Tütenspender! Hier müssen
sich die Betreffenden fragen lassen, ob sie sich das auf
oder vor ihrem Grundstück bieten lassen würden, was
sie allen anderen zumuten. Der Gemeinderat bekommt
auch Rückmeldungen verschiedenster Art zu dieser The-
matik. Einerseits durch Gespräche beispielsweise hin-
sichtlich verbesserter Aufstellungen und Organisation.
Auf die können und wollen wir reagieren. Andererseits
wird das bei „Aktionsrückmeldungen“ schwieriger. So
können wir den Hinweis, gefüllte Tüten in einen Zaun
zu hängen, so interpretieren, dass Sie dort gerne einen
Abfallbehälter platziert hätten – wobei uns eine ver-
bale oder schriftliche Kommunikation angemessener
erscheint.Wir haben jedoch auch starke Argumente da-
gegen. Die können wir aber nicht mit uns unbekannten
Personen diskutieren. Die Aufstellung solcher Stationen
ist eine Seite, eine andere ist die Gewährleistung der
Ver- und Entsorgung. Hier müssen wir als Gemeinde
dafür sorgen, dass der Aufwand für diese Serviceleis-
tung angemessen bleibt. Die Entsorgung wird von der
Gemeinde übernommen. Für die Versorgung haben wir
wieder eine „Sessenbacher Lösung“! Die Familien Gerz,
Emmerich, Scholle und Weber übernehmen zuverlässig
die wichtige Versorgung der Stationen mit den Tüten,
damit kein Argument verbleibt, die Geschäfte nicht be-
seitigen zu können. Diesen Familien gilt auch der herz-
liche Dank des Gemeinderates. Weitere „Paten“ sind
sehr willkommen. Sollte Sie Interesse haben, melden
Sie sich bitte beim Gemeinderat. Gerne würden wir mit
Ihnen das Gesamtprogramm optimieren. Kommen Sie
dazu am besten in die regelmäßige Bürgerfragestunde
im Rahmen der Gemeinderatssitzung. Hier haben Sie
die Möglichkeit IhreWünsche undAnregungen mit dem
gesamten Gemeinderat zu diskutieren.
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