Sessenbacher Extrablatt 1-2013 - page 2

Die Verwaltungsvorschrift „Förderung der
Dorferneuerung” (VV-Dorf) ist Grundlage
der Förderung mit Landesmitteln. Für
eine Förderung muss man selbst was tun!
So hängen die Fördersätze z.B. bei der
Erneuerung der Dachdeckung von der
Materialwahl ab-„Schiefer statt Bitumen-
schindeln“, „Holzfenster statt Plastikele-
mente“ Fragen kostet nichts!
Vorher fragen, denn wenn bereits mit
der Maßnahme begonnen wurde, gibt´s
kein Geld mehr! Ansprechpartner sind
Ortsbürgermeister Rudi Hoppen (Sprech-
stunde im Rathaus Sessenbach diens-
tags 18:00-19:30 Uhr- Tel. 913050 ),die
Mitglieder des Gemeinderates und die
Architekten Herr Uwe Schmidt, Sessen-
bach, Tel. 02601 – 913200 oder Frau Anja
Fischer, Nauort, Tel. 02624 - 9437050.
Jedes Projekt ist anders und die Fülle an
Möglichkeiten muss zunächst ´mal „sor-
tiert werden“.
Die Gemeinde Sessenbach bietet hierzu
Beratungen vor Ort durch einen Archi-
tekten an. Nach Rücksprache mit dem
Ortsbürgermeister werden Beratungsgut-
scheine ausgestellt. Was wird gefördert?
Bauliche Maßnahmen zur Erneuerung,
zum Um- oder Ausbau älterer orts- und
landschaftsprägender oder öffentlich be-
deutsamer Gebäude- das Alter des Ge-
bäudes ist nicht immer maßgebend, eine
Altersgrenze gibt es nicht!
Schaffung neuen Wohnraumes und ins-
besondere Nutzung im Bereich Fremden-
verkehr im Ortskern durch Umnutzung
leerstehender Bausubstanz- z.B. Ausbau
einer Scheune, Erhaltung und Gestaltung
von ortsbildprägenden, ehemals land-
wirtschaftlich genutzten Gebäuden und
Höfen, z.B. Wiedereinbau oder Einbezie-
hungeines Scheunentores indie Fassaden-
gestaltung, Anpassung an zeitgerechtes
Wohnen Einrichtung wohnstättennaher
Arbeitsplätze, z.B. für nichtstörendes Ge-
werbe, freiberuflich selbstständige, allge-
mein ortsgebundene Arbeitsplätze, Rück-
bau versiegelter Flächen und Ersatz durch
naturnahe Freiflächen (z.B. Bauerngarten)
Bauliche Maßnahmen zur Schaffung neu-
en Wohnraumes, z.B. Umnutzung leerste-
hender Bausubstanz, Grundversorgung
mit Waren und Dienstleistungen, z.B.
Massagepraxis, Zahnarzt, Rechtsanwalt,
Notar, Beratungsleistungen zu den The-
men Bauen und Umwelt, Generationen-
verbindende Maßnahmen, Sozial- Kultur
und Beratungsarbeit.
Was wird nicht gefördert?
Schönheitsreparaturen, Bauunterhaltungs-
maßnahmen, Ziergärten, Maßnahmen in
Neubaugebieten (Ausnahmen möglich)
sowie Maßnahmen, die bereits begonnen
wurden. Neuere Gebäude außerhalb der
Ortslage (Einzelfallprüfung) Achtung: für
diesen Bereich gibt es eine Vielzahl an-
derer Förderprogramme. (siehe unten)
Zuwendungshöhe:
Je nach Wertigkeit der Maßnahme 10 bis
30% der förderfähigen Ausgaben bis zu
20.452€ pro Objekt, Eigenleistung wird
bis maximal 30% anerkannt- die förder-
fähigen Ausgaben müssen mindestens
7.669 € betragen (Einzelfallbetrachtung!).
Achtung: Eine Mehrfachförderung mit
anderen Förderprogrammen des Bundes
oder des Landes ist nicht zulässig. (Aus-
nahme: Denkmalpflege, sozialer Woh-
nungsbau) Förderbescheide genau lesen!
Falls der Antrag durch ist, sind die Auf-
lagen der Förderung genau zu beachten
„zum Schluss wird abgerechnet“ und
kontrolliert!- wird gegen die Auflagen
verstoßen, gibt´s kein Geld.
Einen Antrag stellen können:
- Bürger, Vereine, Genossenschaften,
Personenvereinigungen,
Zusammenschlüsse,...
- die Gemeinden, auch als Beteiligte bei
privaten Vorhaben, Körperschaften
öffentlichen Rechts.
Verfahren:
Bei privaten Anträgen bestätigt vorab die
Ortsgemeinde, dass sich das Vorhaben in
das Konzept einfügt. Bewilligungsbehör-
de ist die Kreisverwaltung. Ein Rechtsan-
spruch auf eine Förderung besteht nicht.
Weitere Förderprogramme: Wirtschafts-
förderung des Westerwaldkreises, Wohn-
raumförderung des Landes Rheinland-
Pfalz, BAFA- Förderung erneuerbarer Ener-
gien, Innovationsförderung, Förderung
Biomasseanlagen, Solartherme, effizien-
te Wärmepumpen, Energiesparberatung,
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG),Markt-
anreizprogramm, Förderung für Wärme
aus erneuerbaren Energien, KFW- er-
neuerbare Energien, umweltfreundliches
Bauen, Kaufen, Sanieren, Modernisieren
und Umbauen. Neben den Förderpro-
grammen des Bundes der Länder und
Kommunen, existieren viele Unterstüt-
zungsmöglichkeiten durch Stiftungen,
Banken, Firmen und Konzerne.
Hinweis:
Die hier veröffentlichten Daten und Anga-
ben sind mit Sorgfalt zusammengestellt.
Für die Fehlerfreiheit und Vollständigkeit
der Angaben kann jedoch keine Gewähr
übernommen werden. Maßgeblich sind
die jeweils gültigen Gesetze, Verordnun-
gen und Richtlinien – rechtsverbindliche
Angaben erhalten Sie bei den jeweils ge-
nannten Institutionen.
Sessenbach
Ein Dorf mit Ideen
Welche Förderprogramme gibt es und was wird gefördert?
Dorferneuerung – wie funktioniert die private Förderung
und was ist zu beachten?
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